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Paartherapie - Unzufriedene Paarbeziehung  
 


Eine unzufriedene Paarbeziehung belastet beide Partner und, wenn diese Kinder haben, die ganze Familie in besonderer Weise. Zumeist funktionieren die Lebenspartner entweder im Beruf oder als Eltern (Funktionsehe) weiter, während eine emotionale-körperliche-sexuelle Distanz mit den Jahren zwischen beiden entsteht. Zumeist verschärft sich die emotionale Distanz und damit der Paarinteraktion, durch unbewusste Konfliktdynamiken wie Kampfverhalten (z.B. Subtile/offene Kritik, Schuldzuweisungen, Verachtung, Respektlosigkeit, Manipulieren, körperliche Auseinandersetzungen), Vermeidungsverhalten (z.B. Mauern, Rückzugsverhalten, Konfliktvermeidung, Affären, Sprachlosigkeit, Stoffliches und Nicht-Stoffliches Suchtverhalten) oder Unterwerfungsverhalten (z.B. Rechtfertigung, allen Recht machen, überanpassen, zu viel erdulden, in schädlichen Beziehungen bleiben)

In der Paartherapie gibt es nun verschiedene Ebenen der Hilfestellung. Beispielsweise kann beleuchtet werden, inwiefern frühere Erlebnisse aus der gemeinsamen Paarbiographie (z.B. Schwierigkeiten in der Schwangerschaft, Vertrauensbrüche oder Außenbeziehungen) auf das heutige Paargeschehen Einfluss nehmen. Manchmal können aber auch Verletzungen aus der Herkunftsfamilie (z.B. Gewalt, emotionaler Missbrauch) auf gegenwärtige Begegnungen zwischen den Partner unbewusst einen „Teufelskreislauf “ in Gang setzen, die durch die Gespräche erst einmal identifiziert werden müssen.
Oft eignen sich aber auch andere Elemente (z.B. neue, ungewöhnliche Verhaltensexperimente oder Beobachtungsaufgaben), um eingefahrene Automatismen abzulegen.
Durch solche Ansätze versucht ich vor allem eines: die Beziehung aus ihrem festgefahrenen Zustand zu befreien. Das kann zu mehr emotionaler Intimität und zu einem Neuanfang ihrer Beziehung führen. Manchmal kann dies aber auch zur einvernehmlichen Auflösung der Partnerschaft führen, wenn dies am besten für alle Beteiligten ist.

Eine Paartherapie hilft Ihnen auf all diesen Ebenen zu mehr Selbsterkenntnis und Klarheit über sich und Ihrem PartnerIn zu erlangen.

Selbstverständlich ist eine Paartherapie auch ohne Ihren Partner möglich. Auch hier hat sich bewährt, die unbewussten Verhaltensweisen (z.B. überkompensierende Partnerin/vermeidender Partner) zwischen Ihnen und Ihrem PartnerIn gemeinsam zu erforschen. Im Zentrum dieser Gespräche kann es hilfreich sein, biographische Zusammenhänge mit früheren Bindungspersonen zu reflektieren, um mehr Klarheit über sein heutiges Verhalten zu bekommen.

Ich kann Ihnen bei folgenden Schwierigkeiten in der Partnerschaft meine Unterstützung anbieten:

Kommunikationsschwierigkeiten (z.B. wiederholende Missverständnisse oder destruktive Konflikte)
Außenbeziehungen (z.B. Untreue)
Immer wiederkehrende Beziehungs- bzw. Bindungsschwierigkeiten (z.B. Verlustängste, plötzliche Beziehungsbrüche)
Seelische Verletzungen bzw. traumatische Erfahrungen (z.B. während der Schwangerschaft, bei Abtreibungen oder Fehlgeburten)
Umbruchssituationen (z.B. Geburt eines Kindes, frischer Trennung, Kinder sind aus dem Haus, was sind meine neue Ziele?)
Eifersucht und Kontrolle (z.B. Täuschen, Vertrauensbruch)
Krankheit in der Partnerschaft (z.B. Depressiver PartnerIN, kranke Angehörige)
Patchwork (z.B. Was ist meine Rolle in der neuen Familie?)
Außergewöhnliche Belastungen (z.B. Grenzüberschreitungen von den (Schwieger)eltern, interkulturelle Unterschiede)
Trennungsberatung (z.B. Begleitung von Paarbeziehung beenden und Eltern bleiben)